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Aktuelle Arbeit

Archiv

Die Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung sammelt im Archiv schriftliche Dokumente zu den Themen Flucht, Vertreibung und Zwangsmigration. Dazu gehören Fluchtberichte, Tagebücher, Briefe, Heimatchroniken, Ortsdokumentationen, ausgewählte Fotos, Kartenmaterial, Ton- und Filmdokumente sowie Nachlässe. Der Fokus liegt auf Zeitzeugenberichten, die persönliche Erfahrungen von Zwangsmigration dokumentieren.

Neben einer Vielzahl von lebensgeschichtlichen Dokumenten verfügt das Archiv über die Aktenbestände der Stiftung Haus der ostdeutschen Heimat, bis zu deren Auflösung 1974, sowie der Stiftung Deutschlandhaus, bis zu deren Auflösung 1999. Zudem befinden sich im Archiv zahlreiche Schriftstellernachlässe, unter anderem von Ruth Hoffmann, Gustav Renner, Eberhard König und Gerhard von Amyntor.

Der gesamte Bestand wird systematisch erschlossen und künftig im Original sowie teils auch digital auf Medienarbeitsplätzen oder im Internet bereitgestellt.

Die Stiftung freut sich über die Mithilfe von Menschen, die selbst Flucht, Vertreibung oder Zwangsmigration erfahren mussten oder einen anderen Bezug zu diesen Themen haben. Besonders interessant sind dabei Dokumente, in denen sich ein Stück Lebensgeschichte bündelt.

Schreiben Sie uns gerne unter geschichten@sfvv.de oder kontaktieren Sie uns telefonisch.

© Stiftung, Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas BrunsMargarethe Würfel, eine junge Lehrerin aus dem Sudetengebiet, wurde im Frühsommer 1945 aus der Tschechoslowakei vertrieben. Allein machte sie sich auf den rund 700 km langen Weg vom nordböhmischen Aussig (tschechisch Ústí nad Labem) bis nach Wymeer, Ostfriesland, wo die Eltern ihres Verlobten lebten. Die Etappen ihrer erzwungenen Reise, die sie zwischen dem 14. Juni und 4. Juli 1945 zurücklegte, notierte sie in einem Buch. Darin hielt sie auch schwierige und traumatische Situationen fest, in die sie geriet.In der Bekanntmachung des Oberbefehlshabers der ersten russischen Offensive gegen Ostpreußen im Ersten Weltkrieg, Paul Edler von Rennenkampff (1854‒1918), wird die Bevölkerung Ostpreußens aufgerufen, keinen Widerstand gegen die russischen Truppen zu leisten. Mit den ersten Gefechten bei Stallupönen am 17. August 1914 fielen erste Teile Ostpreußens an die russischen Truppen. Nach zahlreichen Rückeroberungsversuchen durch deutsche Truppen waren Ende März 1915 wieder alle Teile Ostpreußens in deutscher Hand.Irene Pfeiffer wuchs in Taulensee, Ostpreußen (heute Tułodziad, Polen) auf. Im Januar 1945 versuchte ihre Familie nach Westen zu fliehen. Da der Süden Ostpreußens jedoch bereits von der Roten Armee eingeschlossen war, waren sie gezwungen, nach Taulensee zurückzukehren. Nach einer schwierigen Zeit wurde die Familie im Oktober 1945 von polnischen Behörden zwangsausgewiesen. Bevor Irene Pfeiffers Mutter wenige Tage nach ihrer Ankunft in Brandenburg verstarb, bat sie ihre Tochter ihre Erlebnisse aufzuschreiben.
© Stiftung, Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Bruns
Detailansicht des Archivs
© Stiftung, Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Bruns
Margarethe Würfel, eine junge Lehrerin aus dem Sudetengebiet, wurde im Frühsommer 1945 aus der Tschechoslowakei vertrieben. Allein machte sie sich auf den rund 700 km langen Weg vom nordböhmischen Aussig (tschechisch Ústí nad Labem) bis nach Wymeer, Ostfriesland, wo die Eltern ihres Verlobten lebten. Die Etappen ihrer erzwungenen Reise, die sie zwischen dem 14. Juni und 4. Juli 1945 zurücklegte, notierte sie in einem Buch. Darin hielt sie auch schwierige und traumatische Situationen fest, in die sie geriet.
Tagebuch von Margarethe Würfel aus Ebersdorf © Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Bruns
Margarethe Würfel, eine junge Lehrerin aus dem Sudetengebiet, wurde im Frühsommer 1945 aus der Tschechoslowakei vertrieben. Allein machte sie sich auf den rund 700 km langen Weg vom nordböhmischen Aussig (tschechisch Ústí nad Labem) bis nach Wymeer, Ostfriesland, wo die Eltern ihres Verlobten lebten. Die Etappen ihrer erzwungenen Reise, die sie zwischen dem 14. Juni und 4. Juli 1945 zurücklegte, notierte sie in einem Buch. Darin hielt sie auch schwierige und traumatische Situationen fest, in die sie geriet.
In der Bekanntmachung des Oberbefehlshabers der ersten russischen Offensive gegen Ostpreußen im Ersten Weltkrieg, Paul Edler von Rennenkampff (1854‒1918), wird die Bevölkerung Ostpreußens aufgerufen, keinen Widerstand gegen die russischen Truppen zu leisten. Mit den ersten Gefechten bei Stallupönen am 17. August 1914 fielen erste Teile Ostpreußens an die russischen Truppen. Nach zahlreichen Rückeroberungsversuchen durch deutsche Truppen waren Ende März 1915 wieder alle Teile Ostpreußens in deutscher Hand.
Bekanntmachung der russischen Armee an die Bevölkerung Ostpreußens vom 18. August 1914 © Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Bruns
In der Bekanntmachung des Oberbefehlshabers der ersten russischen Offensive gegen Ostpreußen im Ersten Weltkrieg, Paul Edler von Rennenkampff (1854‒1918), wird die Bevölkerung Ostpreußens aufgerufen, keinen Widerstand gegen die russischen Truppen zu leisten. Mit den ersten Gefechten bei Stallupönen am 17. August 1914 fielen erste Teile Ostpreußens an die russischen Truppen. Nach zahlreichen Rückeroberungsversuchen durch deutsche Truppen waren Ende März 1915 wieder alle Teile Ostpreußens in deutscher Hand.
Irene Pfeiffer wuchs in Taulensee, Ostpreußen (heute Tułodziad, Polen) auf. Im Januar 1945 versuchte ihre Familie nach Westen zu fliehen. Da der Süden Ostpreußens jedoch bereits von der Roten Armee eingeschlossen war, waren sie gezwungen, nach Taulensee zurückzukehren. Nach einer schwierigen Zeit wurde die Familie im Oktober 1945 von polnischen Behörden zwangsausgewiesen. Bevor Irene Pfeiffers Mutter wenige Tage nach ihrer Ankunft in Brandenburg verstarb, bat sie ihre Tochter ihre Erlebnisse aufzuschreiben.
Tagebuch von Irene Pfeiffer, 1946 © Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Bruns
Irene Pfeiffer wuchs in Taulensee, Ostpreußen (heute Tułodziad, Polen) auf. Im Januar 1945 versuchte ihre Familie nach Westen zu fliehen. Da der Süden Ostpreußens jedoch bereits von der Roten Armee eingeschlossen war, waren sie gezwungen, nach Taulensee zurückzukehren. Nach einer schwierigen Zeit wurde die Familie im Oktober 1945 von polnischen Behörden zwangsausgewiesen. Bevor Irene Pfeiffers Mutter wenige Tage nach ihrer Ankunft in Brandenburg verstarb, bat sie ihre Tochter ihre Erlebnisse aufzuschreiben.

Ansprechpartner

Dr. Andreas Kossert
Tel.: +49 (0)30 206 29 98-15
E-Mail: Kossert@sfvv.de

Jörg Schlösser
Tel.: +49 (0)30 206 29 98-23
E-Mail: Schloesser@sfvv.de

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