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Presse

Dienstag, 20. Juni 2017

Stiftung veröffentlicht Konzept für die Dauerausstellung

Heute veröffentlicht die Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung das integrierte Konzept für ihre künftige Dauerausstellung. Es wurde auf der Grundlage der Stiftungskonzeption von 2012 und unter Beibehaltung der darin festgelegten Schwerpunktsetzung erarbeitet. Die damals formulierten »Leitlinien der Dauerausstellung« wurden weiterentwickelt, so dass nun inhaltliche Aussagen, didaktische Prinzipien und eine raumbezogene Struktur ineinandergreifen. Der Stiftungsrat verabschiedete das Papier in seiner letzten Sitzung einstimmig.

In enger Zusammenarbeit mit dem Gestaltungsbüro Atelier Brückner aus Stuttgart wird nun ein Vorentwurf für die Dauerausstellung entstehen. Im Zuge dessen wird das vorliegende Konzept, z.B. bezüglich Vermittlung, Grafik, Texte, Karten, Medien und Audioguide, fortlaufend zu einem Feinkonzept ausgearbeitet.

Die Stiftungsratsvorsitzende Staatsministerin Prof. Monika Grütters betonte: »Der Auftrag der Stiftung ist von wichtiger erinnerungspolitischer Bedeutung. Nach schwierigem Start und langem Weg ist mit der im großen Konsens beschlossenen Verabschiedung des Konzepts für die Dauerausstellung ein weiterer bedeutender Schritt in der Stiftungsarbeit gelungen. Das Konzept ist ein ausgezeichnetes Fundament für eine ausgewogene, alle Aspekte des Stiftungsauftrags erfüllende Dauerausstellung. Berlin gewinnt mit dem künftigen Dokumentationszentrum eine neue, bedeutende Kulturinstitution, die in ihrer thematischen Ausrichtung in Europa einzigartig sein wird.«

Stiftungsdirektorin Dr. Gundula Bavendamm: »Mein ausdrücklicher Dank gilt den beiden Gremien. Wir verfügen nun über eine verbindliche Planungsgrundlage für unsere Dauerausstellung, die sich an ein breites, heterogenes Publikum richtet. Eine Präsentation, zwei Etagen, drei Teile - so lässt sich das Konzept knapp auf den Punkt bringen. Es geht einerseits um Überblicks- und Orientierungswissen zu einem hochkomplexen Thema und andererseits um Anschaulichkeit im Detail. Sowohl mediale Vermittlungsformen als auch Originalexponate werden eine wichtige Rolle spielen. Die kreative Verwirklichung des Konzepts in enger Zusammenarbeit mit dem Gestalter ist eine faszinierende Aufgabe, auf die ich mich mit dem Team freue.«

Der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beraterkreises, Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll: »Die Stiftung und der Wissenschaftliche Beraterkreis haben in den letzten Wochen sehr gut und in äußerst konstruktivem gegenseitigen Austausch zusammengearbeitet. Wir sind allesamt davon überzeugt, dass mit der Konzeption für die Dauerausstellung nun eine hervorragende Grundlage sowohl für die wissenschaftliche als auch die museale Aufbereitung des Themas in einer Ausstellung gelegt ist.«

Das Konzept soll demnächst ins Englische, Französische, Polnische und Tschechische übersetzt werden.

Das Grobkonzept in Deutsch steht zum Download bereit unter: www.sfvv.de

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