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Abendveranstaltung »Deutsche Flüchtlinge in Dänemark 1945 bis 1949«

Vor 70 Jahren verließen die letzten deutschen Kriegsflüchtlinge das Lager Oksböl in Dänemark. In der Öffentlichkeit ist weitgehend vergessen, dass bei Kriegsende eine Viertelmillion Flüchtlinge vorwiegend aus Ostpreußen, Westpreußen und Pommern über die Ostsee nach Dänemark flohen. Viele blieben dort jahrelang in Lagern interniert. Tausende Gräber erinnern noch heute in Oksböl an der dänischen Nordseeküste und an anderen Orten an die Flüchtlinge, vor allem tausende Kinder, die diese Zeit nicht überlebten. Die Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung und die Museen der dänischen Kommune Varde haben den 70. Jahrestag zum Anlass genommen, gemeinsam mit der Botschaft des Königreichs Dänemark an das Schicksal dieser Flüchtlinge zu erinnern.

Als Auftakt der Veranstaltung in der dänischen Botschaft führte John V. Jensen (Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Museen der Kommune Varde) zunächst in die Thematik ein. Zeitzeuge Jörg Baden (*1939 in Rostock) berichtete im Gespräch mit Andreas Kossert (Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung) den rund 200 Besuchern von seinen Kindheitserinnerungen in dänischen Lagern. Als Fünfjähriger floh er im Mai 1945 mit seiner Familie über die Ostsee nach Dänemark und blieb dort bis Herbst 1947. Im Anschluss an das Zeitzeugengespräch stellte Anne Sofie Vemmelund Christensen (Projektleiterin Dänemarks Flüchtlingsmuseum) das spannende Projekt für ein Flüchtlingsmuseum auf dem Gelände des ehemaligen Lagers Oksböl vor, in dem die Erinnerung an die Flüchtlinge in Dänemark für die Zukunft bewahrt wird.

© Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Grabka© Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Grabka© Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Grabka© Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Grabka© Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Grabka© Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Grabka© Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Grabka© Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Grabka© Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Grabka© Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Grabka
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Claus Kjeld Jensen (Direktor Varde Museen), Anne Sofie Vemmelund Christensen (Projektleiterin Dänemarks Flüchtlingsmuseum), Jörg Baden (Zeitzeuge des Lagers Oksböl), Mads Sørensen (Vorstandsvorsitzender Varde Museen) (v.l.n.r.)
© Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Grabka
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Dr. Gundula Bavendamm (Direktorin Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung) und Claus Kjeld Jensen (Direktor Varde Museen) im Austausch.
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Grußwort des Gesandten der dänischen Botschaft Bertel Dons Christensen.
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Gemeinsame Begrüßung durch die Kooperationspartner Claus Kjeld Jensen (Direktor Varde Museen) und Dr. Gundula Bavendamm (Direktorin Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung).
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Der dänische Historiker John V. Jensen führt in das schwierige Kapitel der deutsch-dänischen Geschichte ein.
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Nur 27 Mitarbeiter zählte die dänische Lagerverwaltung in Oksböl, berichtet John V. Jensen. Weitaus mehr Aufgaben übernahm die deutsche Selbstverwaltung.
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Das Interesse an der Veranstaltung war außerordentlich groß. Daher wurde sie live in einen zweiten Raum in der Dänischen Botschaft per Video übertragen.
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Dr. Andreas Kossert (Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung) im Gespräch mit dem Zeitzeugen Jörg Baden, der im Lager Oksböl die Grundschule besuchte.
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Zeitzeuge Jörg Baden liest eine Passage aus dem Tagebuch seines Großvaters über die Zeit als Flüchtling in Dänemark vor.
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Projektleiterin Anne Sofie Vemmelund Christensen stellt dem Publikum die Pläne für »Dänemarks Flüchtlingsmuseum« vor.
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