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Buchpremiere »Pontos − Die Vertreibung der Griechen vom Schwarzen Meer. Eine Spurensuche«

Am 7. Mai 2019 präsentierte die Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung gemeinsam mit dem Berliner Ch. Links Verlag das neu erschienene Buch »Die letzten Byzantiner. Die Vertreibung der Griechen vom Schwarzen Meer. Eine Spurensuche«.

Vor genau 100 Jahren, im Mai 1919, nahm die Vertreibung der griechisch-orthodoxen Bevölkerung von der türkischen Schwarzmeerküste ihren Anfang. Die Vertreibung und Deportation der christlichen Pontos-Griechen sind heute weitgehend vergessen.

Die Philologin und Soziologin Dr. Tessa Hofmann, Expertin zur Geschichte der kleinasiatischen Griechen, führte ins Thema ein. Im Anschluss gab der Autor einen Einblick in sein Buch: Mirko Heinemann nahm die 150 Gäste im Senatssaal der Humboldt-Universität mit auf eine Spurensuche durch den Norden der Türkei in die untergegangene Welt der Pontos-Griechen. Ausgehend vom Schicksal seiner Großmutter schilderte der Autor, wie in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg aus der heutigen Türkei mindestens 1,2 Millionen Griechen vertrieben wurden − das Ende einer mehr als 2500-jährigen Kulturgeschichte.

In einem Podiumsgespräch mit Dr. Andreas Kossert (Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung) diskutierten die Referenten über den Einfluss der Vertreibungsgeschichte auf das heutige Griechenland, aber auch allgemeine Fragen zu Heimatverlust, Erinnerung und Identität. Wie wirkt sich die Geschichte von Flucht und Vertreibung auf die nachfolgenden Generationen aus? Inwiefern bestimmt die Geschichte der Großeltern unser eigenes Leben? Viele Kinder und Nachfahren der entwurzelten Pontos-Griechen kamen Jahrzehnte später als »Gastarbeiter« nach Deutschland und fanden hier eine neue Heimat. Und mehr noch: Das Interesse Heinemanns am Vertreibungsschicksal seiner griechischen Großmutter wurde geweckt, als der freie Journalist vor einigen Jahren zum Schicksal von deutschen Flüchtlingen recherchierte, die am 30. Januar 1945 vor der pommerschen Küste Opfer des Untergangs der »Wilhelm Gustloff« wurden.

© Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Grabka© Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Grabka© Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Grabka© Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Grabka© Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Grabka© Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Grabka
© Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Grabka
Stiftungsdirektorin Dr. Gundula Bavendamm im Austausch mit dem Autor Mirko Heinemann und Anastassios Ossipidis, dem Vorsitzenden des Verbandes der Vereine der Griechen aus Pontos in Europa.
© Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Grabka
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Botschaftsrat Aristidis Radiopoulos (Botschaft der Hellenischen Republik in Deutschland), Dr. Gundula Bavendamm (Direktorin Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung), Mirko Heinemann und Dr. Andreas Kossert (Wissenschaftlicher Mitarbeiter Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung) (v.l.n.r.)
© Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Grabka
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Die Philologin Dr. Tessa Hofmann hält einen einführenden Vortrag zur Thematik.
© Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Grabka
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Mirko Heinemann liest aus seinem Buch »Die letzten Byzantiner. Die Vertreibung der Griechen vom Schwarzen Meer. Eine Spurensuche« vor.
© Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Grabka
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Dr. Andreas Kossert im Gespräch mit Dr. Tessa Hofmann und Mirko Heinemann.
© Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Grabka
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Das am 10. April im Ch. Links Verlag erschienene Buch erzählt ausgehend vom Schicksal einer Familie, die Geschichte der Vertreibung der christlichen Pontos-Griechen von der türkischen Schwarzmeerküste.
© Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung; Foto: Thomas Grabka
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