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Künftiges Dokumentationszentrum

Geschichte des Deutschlandhauses

Das ehemalige Deutschlandhaus an der Stresemannstraße / Ecke Anhalter Straße, schräg gegenüber der Ruine des Anhalter Bahnhofs, wurde zwischen 1926 und 1935 nach Plänen der Architekten Bielenberg & Moser errichtet und bildete mit dem benachbarten Europahaus ein Ensemble. In der Vorkriegszeit beherbergte der damals moderne Stahlskelettbau neben Ladenlokalen zahlreiche Gastronomiebetriebe wie die Mokka-Express-Stube sowie ein Lichtspiel- und Varietétheater. Damit war das Haus ein Zentrum des städtischen Lebens.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Haus schwer beschädigt und um 1960 in veränderter Form wiedererrichtet. Als Haus der ostdeutschen Heimat war es fortan ein Begegnungsort für Vertriebene und diente der Pflege der ostdeutschen Kultur. 1974 wurde die Stiftung Deutschlandhaus gegründet und das Haus in Deutschlandhaus umbenannt. Das benachbarte Hochhaus behielt den Namen Europahaus.

1999 wurde die Stiftung Deutschlandhaus aufgelöst und das Gebäude bis 2009 von unterschiedlichen Mietern zu Bürozwecken genutzt.

© Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung© Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas© bpk / Carl Weinrother© ullstein bild - klöckner © Maik Schulze
© Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung
Blick auf das Europahaus, um 1935
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© Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Europahaus, vor 1936
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Blick auf das zerstörte Europahaus, nach 1945
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Das Deutschlandhaus, 1988
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Das Deutschlandhaus, 2011
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