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Max-Herrmann-Preis 2018 für die Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstättenbibliotheken (AGGB)

Am 30. November 2018 erhielt die Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstättenbibliotheken (AGGB) den Max-Herrmann-Preis. Dieser Preis ist die wichtigste Auszeichnung für Verdienste um das Bibliothekswesen in Deutschland. Die Bibliothek der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung ist seit 2012 Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstättenbibliotheken.

Der Juryvorsitzende und Vorsitzende der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e.V., André Schmitz, begründete die Entscheidung für die AGGB als Preisträger: »Gedenkstättenbibliotheken sind also keineswegs Orte des Büchersammelns allein. Sie sind in ihrem Selbstverständnis wichtiger Bestandteil der Aufarbeitung und der Information für alle und wahrlich nicht zuletzt für die nächste Generation, die keine Zeitzeugen mehr kennenlernen kann.«

Seit dem Jahr 2000 verleihen die Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e.V. mindestens alle zwei Jahre den Max-Herrmann-Preis an eine Persönlichkeit oder Institution, die sich in besonderer Weise um das Bibliothekswesen und die Staatsbibliothek zu Berlin verdient gemacht hat.

Der Preis ist nach dem bedeutenden Literaturwissenschaftler Max Herrmann (1865 – 1942) benannt, der 1923 an der Humboldt-Universität zu Berlin das weltweit erste Theaterwissenschaftliche Institut gründete. 1933 verlor Max Herrmann seine Professur an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin und hatte als Jude unter weiteren Schikanen des nationalsozialistischen Regimes zu leiden. So durfte er in der Staatsbibliothek keine Bücher mehr ausleihen, sondern diese lediglich − über siebzigjährig − am Stehpult einsehen. Im Jahr 1942 wurde er in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert und starb dort nach wenigen Wochen.

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