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Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung übernimmt Gustloff-Archiv

Im Dezember 2018 übergab Matthias Schneider, Inhaber des Tauchcenters Bielefeld, das Archiv des ehemaligen Zahlmeisterassistenten der »Wilhelm Gustloff« und Überlebenden des  Schiffsuntergangs am 30. Januar 1945, Heinz Schön, der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung.

Heinz Schön hatte es sich zur Lebensaufgabe gemacht, eine der größten Katastrophen  der Seefahrtsgeschichte zu dokumentieren. In 50 Jahren Recherche gelang es Schön, der zahlreiche Bücher zum Thema veröffentlichte, die Dimension der Tragödie zu ermitteln:

9.343 Tote, darunter mehr als 5.000 Kinder, und 1.239 Überlebende sind das Ergebnis von Schöns Recherchen. So konnte Schön sowohl den letzten Offizier vom Dienst ausfindig machen, der die Registrierung der an Bord kommenden Flüchtlinge beaufsichtigte, als auch seinen eigenen Lebensretter, der ihn aus der Ostsee auf ein Floß gezogen hatte.

Das Gustloff-Archiv umfasst 400 Aktenordner zum Thema »Wilhelm Gustloff« und Flucht über die Ostsee 1945. In den Dokumenten befinden sich beispielsweise Zeitzeugenberichte, Fotografien, Fragmente von Passagierlisten und  Korrespondenz mit Überlebenden und Angehörigen.

Der 2013 verstorbene Heinz Schön hatte Matthias Schneider sein Archiv vermacht.

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