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Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung kooperiert mit den Museen der Kommune Varde

In Berlin und in Oksbøl an der dänischen Nordseeküste entstehen gegenwärtig zwei neue überregionale Einrichtungen, deren Ausgangspunkt die Erinnerung an die Flucht der Deutschen am Ende des Zweiten Weltkrieges ist.

Am 18. und 19. Juni 2018 besuchten Dr. Nils Köhler und Dr. Andreas Kossert von der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung die Museen der Kommune Varde (Vardemuseerne). Anne Sofie Vemmelund Christensen und John V. Jensen führten über das Gelände des ehemaligen Lagers Oksbøl, in dem zwischen 1945 und Februar 1949 insgesamt etwa 100.000 deutsche Kriegsflüchtlinge lebten. In der deutschen Öffentlichkeit ist weitgehend vergessen, dass bei Kriegsende eine Viertelmillion Flüchtlinge vorwiegend aus Ostpreußen, Westpreußen und Pommern über die Ostsee nach Dänemark flohen. Viele blieben dort jahrelang in Lagern interniert. Tausende Gräber erinnern noch heute in Oksbøl und an anderen Orten an die Menschen, vor allem tausende Kinder, die diese Zeit nicht überlebten.

Anne Sofie Vemmelund Christensen und John V. Jensen stellten gemeinsam mit Direktor Claus Kjeld Jensen das eindrucksvolle Projekt »Dänemarks Flüchtlingsmuseum« (Danmarks Flygtninge Museum) vor. Es ist eine Ausstellung geplant, die die Erinnerung an die deutschen Flüchtlinge in Dänemark für die Zukunft bewahren und universale Fragen zu Flucht und Flüchtlingen aufwerfen wird. Dieses neue Museum entsteht auf Initiative und in Trägerschaft der Museen der Kommune Varde am historischen Ort des ehemaligen Lagers Oksbøl.

Beim gemeinsamen Besuch des 2017 eröffneten Museums TIRPITZ in Blåvand konnten die Berliner Gäste sich in den Dünen und in Sichtweite des Nordseestrandes einen Eindruck von diesem Besuchermagnet, der vom gleichen Team konzipiert und realisiert wurde, verschaffen. In den Bunkern der ehemaligen »Tirpitz-Stellung« aus dem letzten Kriegsjahr wird − neben der Entstehung der Anlage im Zweiten Weltkrieg − die Wirtschafts- und Kulturgeschichte der dänischen Nordseeküste dargestellt. Die Museen Varde und die Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung vereinbarten eine enge Zusammenarbeit, deren Auftakt 2019 eine gemeinsame Veranstaltung in Berlin zum Thema Flüchtlingslager in der Nachkriegszeit in Dänemark ist.

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