Group 13 Created with Sketch.

Veranstaltungen

Donnerstag, 10. September 2015

»... Denn die sind alle namenlos verscharrt worden.«

Ruth Michel, geb. Rosenstock (*1928), stammt aus Königsberg. Als sie sieben Jahre alt war, zog die Familie in die Waldkarpaten, in das damals polnische Mikuliczyn. Dort erlebte sie 1939 den Einmarsch der Roten Armee und 1941 die Besetzung durch die Wehrmacht. Im Dezember 1941 wurde der Vater zusammen mit allen anderen jüdischen Einwohnern der Stadt verhaftet und im Wald zwischen Mikuliczyn und Tatarów erschossen. Als polnische Zwangsarbeiterin getarnt, gelangte Ruth mit ihrer christlichen Mutter zurück nach Königsberg, wo sie die alliierten Bombenangriffe im Sommer 1944 und die sowjetische Eroberung im Frühjahr 1945 miterlebte. Ende 1945 floh sie nach Westen. Erst 2010 sprach sie in einem Interview für das Videoarchiv »Sprechen trotz allem« der Stiftung Denkmal über ihr Schicksal, besuchte im Jahr darauf Mikuliczyn und ließ 2012 am Ort der Erschießung eine Tafel zum Andenken an ihren Vater anbringen.

Programm

Begrüßung
Uwe Neumärker (Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas)

Gespräch
Ruth Michel und Ulrich Deppendorf

Eintritt
frei

Wegen der begrenzten Anzahl von Sitzplätzen bitten wir um eine verbindliche Anmeldung unter info@stiftung-denkmal.de bis zum 8. September 2015.

Eine Veranstaltung von
Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Berlin)
Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung (Berlin)

nach oben Drucken