Veranstaltungen

Podiumsgespräch

14. November 2014, 17:00 Uhr

Versöhnung als eine politische Handlungsperspektive

Erfahrungen aus unterschiedlichen Kontexten

Versöhnung ist insbesondere nach schwerwiegenden Gewalterfahrungen eine grundlegende Herausforderung für Menschen und Gruppen. Es nimmt daher nicht Wunder, dass der Begriff der Versöhnung in politischen Reden gern beschworen wird. Von Versöhnung so zu sprechen, dass diese Rede zugleich zur Versöhnung beiträgt, erweist sich aber immer wieder als hoch-ambivalent. Denn wer glaubwürdig von Versöhnung sprechen will, darf vom Unversöhnten nicht schweigen. Individuelle und gesellschaftliche Verwundungen so zur Sprache zu bringen, dass sowohl notwendige Konflikte ausgetragen werden, als auch Heilung gefördert wird, erfordert mehr als eine affirmative und im letzten oberflächliche Versöhnungsrede.

Im Rahmen des Podiumsgesprächs soll der Frage nachgegangen werden, was Versöhnung im Kern bedeutet und wie es gelingen kann, aus der Idee der Versöhnung konkrete und langfristig belastbare Handlungsperspektiven zu gewinnen. Die Gesprächsteilnehmer sind eingeladen, einschlägige Erfahrungen aus ihrer Arbeit auszutauschen und ihre jeweiligen Perspektiven zu diskutieren.

Programm

Begrüßung
Dr. Jörg Lüer (Maximilian-Kolbe-Stiftung)

Podiumsgespräch
Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Vorsitzender der Maximilian-Kolbe-Stiftung)
Prof. Dr. Manfred Kittel (Direktor der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung)
Dr. Nicola Rooney (Catholic Council of Social Affairs Belfast)
Dr. Urszula Pekala (Universität Mainz)

Moderation: Dr. Jörg Lüer (Maximilian-Kolbe-Stiftung)

Eintritt
frei

Eine Veranstaltung von
Maximilian-Kolbe-Stiftung (Berlin)
Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung (Berlin)

Galerie